Unser Besuch im Zion National Park, Utah. So einen Wahnsinnserlebnis im Nachhinein in Worte zu fassen ist wohl genauso schwer, wie einem Schwein Lippenstift draufzumalen (sollte mal bei Obama nachfragen wie genau das funktioniert!)
Aber fangen wir einfach mal von Vorne an.
Die (relativ schlaflose Vollmond-)Nacht hatten wir im Golden Hills Motel an der Mt.Carmel Junction verbracht. Diese Junction ist wirklich was besonderes. Eine 3 Straßen-Kreuzung mit 2 Motels, 1 Tankstelle und 1 Gift-Shop. Das wars dann schon. Echt was fürs Horrorfilm-Drehbuch....aber es waren natürlich alle nett hier und keine Massenmörder mit dem Schlachtschussapparat anwesend.
Frühmorgens machten wir uns auf, das Visitor Center des Zion National Parks zu erreichen, von wo aus wir den Shuttle Bus in den Canyon hinein nehmen wollten / mussten. Eingeschüchtert von den Infos der Rangerin vom Vortag (sie meinte wir sollten vor 7 Uhr morgens da sein sonst kriegen wir keinen Parkplatz mehr) waren wir so zeitig dran, dass der Parkplatz kein Problem war und auch im Shuttle bekamen wir sofort einen Platz. Dass die Ruhe, die dieser Park ausstrahlt, noch nicht von Menschengeplapper gestört wurde, war eine richtige Wohltat.
Bei der Haltestelle "The Grotto" angekommen stellte sich die Frage: Angels Landing: JA oder NEIN? Zu Hause hatte mich Michi schon seelisch darauf vorbereitet dass er diesen besonderen Hike im Zion gehen möchte. Mit Bildern von einem 2m breiten "Grat" auf dem Bergrücken entlang (nach einem 5 Meilen Weg bis hier hin) und über 1 Meile 800 ft. steil bergauf bis zur Spitze in über 5000 ft. Höhe, nur teilweise mit Ketten gesichert hatte er mich überzeugen wollen. Na Prost Mahlzeit! Hätte ich mir natürlich nie vorstellen können, das mitzumachen. Aber es sollte anders kommen.
Die ersten 2 Meilen waren noch relativ "einfach", auch wenn wir beide aufgrund der andauernden Steigung bliesen wie die Dampfloks und des öfteren Pausen einlegen mussten.
Dann kam der etwas kühlere Part durch den "Refrigderator Canyon", wo wir wieder voll motiviert waren, schon soviel
vom Weg geschafft zu haben. Aber dann kam "The Walter Wiggles Section": 21 sehr steile, enge (nicht mehr enden wollende) Spitzkehren warteten auf uns. Als wir uns auf diese raufkämpften, war es auch schon "schön" warm im Canyon, was unserer Kondition ja nicht grade gut tat. Aber wir schafften es gut zum Scout Overlook in 5350 ft. Höhe., wo für viele unserer Mitwanderer (wie einem älteren Ehepaar aus Alabama) Schluss mit der Wanderung war.
Ja, wir hätten hier stoppen können, die Aussicht auf Angels Landing genießen, Fotos machen können und dann gut erholt wieder runter gehen können. Es wäre keine Schande gewesen, denn die Aussicht auf den nun beginnenden "Angels Landing Trail" war doch etwas beängstigend. Steile Bergwände hoch, wie gesagt nur teilweise mit Ketten gesichert und dann war da ja noch dieser verdammt schmale Grat, den es zu überwandern galt.
Was es war wissen wir jetzt beide nicht mehr, aber irgendetwas hat uns gezwungen weiterzugehen. Nothing's gonna stop us now !! (Auch wenn ich auf dem Weg Michi tausendmal sagte dass meine Eltern uns umbringen würden, wenn sie uns hier sehen könnten!!!)
Die Parts ohne Kettensicherung haben mir am meisten zu schaffen gemacht, aber wir haben uns beide viel Zeit gelassen und sind wirklich auf Nummer sicher gegangen (sofern man das überhaupt tut, wenn man einen Weg erklettert, bei dem es links und rechts von einem rund 1000 ft. runter geht). Zwischendurch war es schon relativ zermürbend, da sich jeder vermeintliche "Zielpunkt" nach der nächsten Kehre doch nur wieder als Zwischenstopp-Punkt herausstellte.
Aber:
Und es war einzigartig. Fantastisch. Unvergesslich. Ich hätte heulen können. Wir haben hier tatsächlich den Platz gefunden, an dem die Engel landen. Wenn nicht hier, wo man von Glückseligkeit, Zufriedenheit, Frieden dermaßen erfüllt ist, wenn nicht hier, wo sonst?
Wir wußten sofort, dass mit diesem Erlebnis der absolute Höhepunkt unserer Reise erreicht war und wohl nicht mehr zu toppen sein würde. Dieser Triumph machte den mühsamen Abstieg und das noch mühsamere Bergabgehen (das geht ordentlich auf die Zehen) wie nichts weg und haben wir Zion Nationalpark nach einer kleinen Stärkung mit unseren "I HIKED ANGELS LANDING-T-Shirts" müde aber überglücklich verlassen. WE DID IT!!!
Abgesehen von Angels Landing ist der ganze Zion National Park ein wunderschönes Gebiet, allein die Durchfahrt zum Visitor Center zeigt wunderschöne Kulissen. Was auch ganz besonders toll an Zion ist: Sie haben hier ziegelroten Asphalt!!! Was für eine Freude für die Augen! Könnt Ihr Euch vorstellen wie viel schöner die Welt wäre, wenn alle Straßen rot asphaltiert wären???
Wer glaubt damit hatten wir für einen Tag genug kennt uns wohl doch nicht so gut. Wir hatten nämlich noch einen Besuch des Coral Pink Sand Dunes State Parks am Programm und auch dieses Naturschauspiel war den kleinen Abzweiger auf dem Heimweg wert. ORANGER, tatsächlich ORANGER feinster Sand, haufenweise und dazwischen wachsen Waldbäume! Was für eine skurrile Kulisse!
Die (relativ schlaflose Vollmond-)Nacht hatten wir im Golden Hills Motel an der Mt.Carmel Junction verbracht. Diese Junction ist wirklich was besonderes. Eine 3 Straßen-Kreuzung mit 2 Motels, 1 Tankstelle und 1 Gift-Shop. Das wars dann schon. Echt was fürs Horrorfilm-Drehbuch....aber es waren natürlich alle nett hier und keine Massenmörder mit dem Schlachtschussapparat anwesend.
Frühmorgens machten wir uns auf, das Visitor Center des Zion National Parks zu erreichen, von wo aus wir den Shuttle Bus in den Canyon hinein nehmen wollten / mussten. Eingeschüchtert von den Infos der Rangerin vom Vortag (sie meinte wir sollten vor 7 Uhr morgens da sein sonst kriegen wir keinen Parkplatz mehr) waren wir so zeitig dran, dass der Parkplatz kein Problem war und auch im Shuttle bekamen wir sofort einen Platz. Dass die Ruhe, die dieser Park ausstrahlt, noch nicht von Menschengeplapper gestört wurde, war eine richtige Wohltat.
Bei der Haltestelle "The Grotto" angekommen stellte sich die Frage: Angels Landing: JA oder NEIN? Zu Hause hatte mich Michi schon seelisch darauf vorbereitet dass er diesen besonderen Hike im Zion gehen möchte. Mit Bildern von einem 2m breiten "Grat" auf dem Bergrücken entlang (nach einem 5 Meilen Weg bis hier hin) und über 1 Meile 800 ft. steil bergauf bis zur Spitze in über 5000 ft. Höhe, nur teilweise mit Ketten gesichert hatte er mich überzeugen wollen. Na Prost Mahlzeit! Hätte ich mir natürlich nie vorstellen können, das mitzumachen. Aber es sollte anders kommen.Die ersten 2 Meilen waren noch relativ "einfach", auch wenn wir beide aufgrund der andauernden Steigung bliesen wie die Dampfloks und des öfteren Pausen einlegen mussten.
Dann kam der etwas kühlere Part durch den "Refrigderator Canyon", wo wir wieder voll motiviert waren, schon soviel
vom Weg geschafft zu haben. Aber dann kam "The Walter Wiggles Section": 21 sehr steile, enge (nicht mehr enden wollende) Spitzkehren warteten auf uns. Als wir uns auf diese raufkämpften, war es auch schon "schön" warm im Canyon, was unserer Kondition ja nicht grade gut tat. Aber wir schafften es gut zum Scout Overlook in 5350 ft. Höhe., wo für viele unserer Mitwanderer (wie einem älteren Ehepaar aus Alabama) Schluss mit der Wanderung war.Ja, wir hätten hier stoppen können, die Aussicht auf Angels Landing genießen, Fotos machen können und dann gut erholt wieder runter gehen können. Es wäre keine Schande gewesen, denn die Aussicht auf den nun beginnenden "Angels Landing Trail" war doch etwas beängstigend. Steile Bergwände hoch, wie gesagt nur teilweise mit Ketten gesichert und dann war da ja noch dieser verdammt schmale Grat, den es zu überwandern galt.
Was es war wissen wir jetzt beide nicht mehr, aber irgendetwas hat uns gezwungen weiterzugehen. Nothing's gonna stop us now !! (Auch wenn ich auf dem Weg Michi tausendmal sagte dass meine Eltern uns umbringen würden, wenn sie uns hier sehen könnten!!!)
Die Parts ohne Kettensicherung haben mir am meisten zu schaffen gemacht, aber wir haben uns beide viel Zeit gelassen und sind wirklich auf Nummer sicher gegangen (sofern man das überhaupt tut, wenn man einen Weg erklettert, bei dem es links und rechts von einem rund 1000 ft. runter geht). Zwischendurch war es schon relativ zermürbend, da sich jeder vermeintliche "Zielpunkt" nach der nächsten Kehre doch nur wieder als Zwischenstopp-Punkt herausstellte.
Aber:
Und es war einzigartig. Fantastisch. Unvergesslich. Ich hätte heulen können. Wir haben hier tatsächlich den Platz gefunden, an dem die Engel landen. Wenn nicht hier, wo man von Glückseligkeit, Zufriedenheit, Frieden dermaßen erfüllt ist, wenn nicht hier, wo sonst?
Wir wußten sofort, dass mit diesem Erlebnis der absolute Höhepunkt unserer Reise erreicht war und wohl nicht mehr zu toppen sein würde. Dieser Triumph machte den mühsamen Abstieg und das noch mühsamere Bergabgehen (das geht ordentlich auf die Zehen) wie nichts weg und haben wir Zion Nationalpark nach einer kleinen Stärkung mit unseren "I HIKED ANGELS LANDING-T-Shirts" müde aber überglücklich verlassen. WE DID IT!!!
Abgesehen von Angels Landing ist der ganze Zion National Park ein wunderschönes Gebiet, allein die Durchfahrt zum Visitor Center zeigt wunderschöne Kulissen. Was auch ganz besonders toll an Zion ist: Sie haben hier ziegelroten Asphalt!!! Was für eine Freude für die Augen! Könnt Ihr Euch vorstellen wie viel schöner die Welt wäre, wenn alle Straßen rot asphaltiert wären???
__________________________________
Wer glaubt damit hatten wir für einen Tag genug kennt uns wohl doch nicht so gut. Wir hatten nämlich noch einen Besuch des Coral Pink Sand Dunes State Parks am Programm und auch dieses Naturschauspiel war den kleinen Abzweiger auf dem Heimweg wert. ORANGER, tatsächlich ORANGER feinster Sand, haufenweise und dazwischen wachsen Waldbäume! Was für eine skurrile Kulisse!

















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen