Nachdem wir den berühmten Mexican Hat und die gleichnamige „Stadt“ passiert hatten überquerten wir den San Juan River und befanden uns nun im Navajo-Indianergebiet. Mama, mama, indianci, indianci!!Der Weg führte uns in der Folge durch das spektakuläre Monument Valley, Arizona (der 4.Staat, den wir nun besuchen), dass einen zwangsläufig die Winnetou-Filme in Erinnerung ruft. Aber auch wenn man noch so sehr den Horizont absucht, man entdeckt keinen reitenden Indianer oder lonesome Cowboy. Es bleibt, die unfassbare Schönheit und Weite der Landschaft zu bewundern.
Die Indianer von heute halten nämlich nicht mehr viel von Tipie, und Jagen und Sammeln. Die haben sich damit angefreundet, Ihr Lebensglück darin zu finden, Touristen aus aller Welt die Schönheit „ihrer Welt“ zu zeigen. Dass man dafür ordentlich in die Tasche greifen muss versteht sich ja quasi von selbst. So ließen wir uns bei Page von den „local lookings“ (Zitat eines Österreichers (nicht Michi :-) zu einem Indianer: „You look like a local ...“) in den Upper Antelope Canyon per Touristen-Openair-Pickup kutschieren (für läppische 6$ „Eintritt“ zum Parkplatz (??) und nochmal $ 25 pro Nase für die Fahrt). Aber ganz ehrlich: Wie der Herr Grundmann schon sagte (der Autor unseres genialen „Der ganze Westen“-Reiseführer), es ists wirklich wert. So einen Slot Canyon sieht man nicht alle Tage /(und wir haben ja schon welche gesehen). Die Indianer nennen ihn „die erste Kathedrale“, und wenn man drinnen steht, weiß man auch warum. Die durch Auswaschung entstandenen Formen und Farben sind atemberaubend schön.
Die Fahrt (der „Ritt“ triffts wohl eher) auf dem Indianer-Pick-up hinten drauf durch den Sand war schon ein Erlebnis an sich und nichts für zu Seekrankheit neigende Zeitgenossen.
Das Abendessen im „Cameron Trading Post Motel&Restaurant“, wo wir auch übernachteten, war mal wieder nicht der Renner. Unser Tischnachbar kam zu uns rüber und meinte: „How was your meal?“ Michi: „Well, it's just food!“ Er: „Mine was terrible!“ Also berühmt werden die Amis mit Ihrer Küche sicher nicht. Da kann man es uns kaum verwundern dass wir schon ein bisschen von der heimischen Kulinarik träumen, Michi von Schwiegermamas Kasknödln, ich wär schon mit einem einfachen Schinken-Käse-Toast zufrieden (und da hätt ich wirklich Guster drauf!!).
Um 9 Uhr abends hatte Michi dann noch die großartige Idee, kurz aus dem Ort Cameron rauszufahren um die dann besser sichtbaren Sterne zu fotografieren. Das war eine komische Geschichte. Zuerst vergaßen wir die Speicherkarte der Camera (also wieder zurück ins Motel) und dann stand da plötzlich ein indianischer Anhalter am Straßenrand, kurz vor der Seitenstraße, auf der wir eigentlich parken wollten, was uns natürlich nicht halten, sondern einen neuen Platz suchen ließ. Noch gespenstischer war, dass der Typ 5 Minuten später auf unserem Rückweg nicht mehr zu finden war. War das vielleicht doch Manitu in personam??? Nettes Detail am Rande: Michi hatte ebenso Schiss im Dunkeln (er hörte angeblich einen Kojoten) wie ich, daher ist nur dieses eine Bild vom Mond entstanden. Das hat sich doch wahrhaft ausgezahlt, oder?











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