Nachdem wir in Lone Pine aufgestanden sind, es war so 7:30 als Andrea meinte da Skype mit deinem Vater, machten wir uns auf den Weg zum Visitor Center von Lone Pine. Lone Pine ist ein Knotenpunkt in der Sierra Nevada da die Touristen aus dem Death Valley, die aus dem Sequoia NP und den Touristen aus dem Yosemite zusammen kommen. Dementsprechend waren auch die Motelpreise. Bevor wir in das Tal des Todes starten wollten wir uns noch den Mount Whitney ansehen, denn der ist immerhin der größte Berg in den USA (ohne Alaska). Durch die Alabama Hills führte der Weg auf den Berg hinauf und wir machten ein paar nette Fotos von der Sierra. Auch hier wurden wir wieder erinnert das wir uns in einer Bärenaktivitätszone aufhalten und kein Essen im Auto zurücklassen sollten. Abe da wir nicht wandern gingen tangierte uns die Warnung recht wenig und Andrea genoss ihr trockenes Semmerl auf dem Mount Whitney.
Mit einem leichten flauen Gefühl machten wir uns dann auf ins Death Valley, der Trailblazer zeigte nämlich immer noch das „Motorwarnsymbol auf.
Auf dem Weg zum Valley sieht es alle 100 m so aus als wäre man schon drin (Zitat meinerseits jedes Mal: „Aber JETZT sind wir im Death Valley!“ Andrea: „Nein, erst nach der crooky (=neues Lieblingswort) road) denn die Gegend ist trostlos und es lebt hier natürlich niemand..
Nach einer guten (heissen) Stunde erreichten wir eine Ebene mit einem ausgetrockneten Wash, machten ein paar Fotos und fuhren weiter in die Berge (Ich dachte wir kommen von den Bergen und zwischen den zwei Bergketten befindet sich da Valley). Motorwarnlicht UND dauerndes Bergauffahren bei 40°C, wo noch dazu an jeder Stelle eine Warnung ist man möge die Klimaanlage ausschalten damit der Motor nicht heiß läuft, trugen nicht gerade zur Stimmung positiv bei. Dennoch kamen wir recht flüssig (schwitzend) voran. Im Valley gibt es auch Tankstellen die den Sprit um ca. das doppelte verkaufen und dabei stellte ich mir die Frage:“ Wer fährt mit zu wenig Sprit in das Death Valley“ erinnerte mich aber zeitgleich an die Frage von der Früh : Wolfgang:“ Ist es wirklich intelligent mit Motorproblemen ins Death Valley zu fahren ?“ 1-1
Naja man muss dazu sagen das trotz flauen Gefühls ich immer daran dachte das wenn es ein ernster Fehler wäre müsste der Wagen mehr Mucken machen oder die Signaltöne öfter um Hilfe „bingen“.
Alles in allem: Ja das Valley ist heiß, ja das Valley ist groß und Ja wir waren froh als wir wieder raus kamen und uns Las Vegas (Sin City) näherten.
Zum Abschluss noch ein Tipp: Wenn man Wasser mit sich führt macht es die Reise leichter denn einmal aussteigen und zurück verbraucht ca. 700ml Wasser. Und man ist so fertig von der Hitze und außer Atem als wäre man gerade einen Marathon gelaufen (und das obwohl wir ja noch nie Marathon gelaufen sind, wir schaun ja lieber zu! ;-) ).
Zitat des Tages war von einem netten Deutschen der auf Dante`s View (ein Berg von dem man Bad Water erblickt): „Das schaut hier so aus als würde da unten irgendwo Bad Water raus kommen!“ Anmerkung: Er blickte dabei auf das riesige Bad Water Basin, das nicht irgendwo „rauskommt“, sondern sich über das gesamte Tal ausbreitet, was aufgrund der typischen weißen Verfärbung nicht so schwer zu erkennen ist!
Hier noch die Bilder zum Tag!
Mount Whitney + Aussicht auf Sierra Nevada (Alabama Hills)
Crazy in Death Valley

1 Kommentar:
Hallo Andrea, hallo Michael,
alles Liebe für den Rest Eurer Hochzeitsreise (einen "schönsten Tag nach dem Anderen"), kommt gesund und verliebt zurück, und zeigt den Amis was Kultur ist.
Euer Blog ist Spitze.
GLG Ursula u. Wolfgang
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