Sonntag, 21. September 2008

TAG 16

Für heute hatten wir uns gleich am Morgen den Ausflug zum Meteor Crater bei Winslow (ca. 1 Stunde östlich von Flagstaff) vorgenommen.


Hier schlug vor 50.000 Jahren ein Meteor ein (Motto des Tages: „Experience the impact!!“), der wahrscheinlich aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter stammte. Unterwegs zur Erde war er mit einer Geschwindigkeit von 18 km pro Sekunde. Dieses Tempo und seine ursprüngliche Größe waren ausschlaggebend für dieses riesige Loch, dass er in der Wüste Arizonas hinterlassen hatte. Wir gaben uns die 1 stündige, sehr amerikanische Führung (mit viel Geschwafel und Scherzchen, ohne viele Inhalte), weil es die einzige Möglichkeit war, überhaupt in die Nähe des Kraters zu kommen. Ohne 15 $ Eintritt geht aber auch so gar nichts. Trotzdem war es ein bemerkenswerter Anblick und eine große Hilfe dabei, sich mal wieder klarzuwerden, wie „klein“ wir Menschlein im Universum eigentlich sind.





Auf unserer anschließenden Reise zurück nach California ließen wir uns einige Meilen auf der historischen Route 66 nicht nehmen.



Wir stoppten in Seligman, einem typischen Route 66-Möchtegernwestern-Städtchen, um uns ein wenig im Wilden Westen umzusehen bzw. hineinzuleben.



Kurzfristig haben wir überlegt, unser Mietauto noch einmal einzutauschen, die Versuchung war verlockend, aber wir wollten dann doch eher beim Jeep bleiben.




Lunch gabs im „Roadkill-Cafe“.



Gschmeckt hats halt leider so wie es heißt, aber damit mussten wir ja eigentlich rechnen. Unser nächstes Ziel war Oatman, schon viel mehr Westernstadt als Seligman, liebevoll in diesem Stil erhalten und erweitert, dass es nur so des Touristens Freude ist.


Aber noch viel mehr Freude als die Westernstimmung war die eigentliche Attraktion von Oatman:

WILD BURROS!



Ja wirklich, hier leben wilde Esel in der „Stadt“ und zwar hauptsächlich von den Karotten, die sie sich von den Touristen (welche diese vorher für 1 $ kaufen) holen.


Und damit meine ich wirklich holen, von „betteln“ oder gar freiwillig füttern kann hier keine Rede sein. Sie stellen sich sogar mit an, wenns ums Karottenkaufen geht!!! Und sind dann sooo gierig!



Sobald sie merken, dass man „Carrots“ bei sich hat (dabei reicht, wenn man dieses Wort nur beiläufig erwähnt, sie müssen sie nicht einmal sehen) ist man schon von mind. 3 Tieren umzingelt und muss sich quasi mit dem Gemüse freikaufen. So ein Spaß!!!!



Und auch wenn sie frech, fordernd und aufdringlich sind, man kann ihnen einfach nicht bös sein, weil "wenn sie einen dann eeeeeinmal anlächeln ...."


Die Baby-Burros durfte man aber nicht füttern, daher waren diese mit „Stickern“ (durchgestrichene Karotte) auf der Stirn gekennzeichnet! Soooooo süß!!!



Des weiteren gab es noch eine typische Western-Schauschießerei, jede Menge Verpflegungsmöglichkeiten und zig Souveniershops, also alles, was das Touristenherz begehrt. Auch wenn es uns nicht leicht fiel, mussten wir Oatman später ohne Baby-Burro wieder verlassen (aber er wär doch wirklich so gerne mit gefahren!!), da wir heute ja noch nach Kalifornien wollten. Und das bedeutete doch noch einen längeren Fahrtweg. Als Übernachtungsstätte musste wieder einmal ein Motel 6, diesmal in 29 Palms herhalten. Somit sind wir heute 650km gefahren und mit dem Sonnenuntergang in 29 angkommen und hatten uns so unser Abendessen, Pizzahut-Pizza Pepperoni-Mushrooms redlich verdient.

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