"Der kälteste Winter war der Sommer in San Francisco." Da lag Mark Twain wohl mal ein wenig falsch. Heute zeigte sich
San Francisco nämlich von seiner hübschen sonnigen Seite und das schon am frühen Vormittag, weshalb wir nicht nur den lustigen Seelöwen am Pier 39 einen Besuch abstatteten sondern auch beschlossen, nochmal zur Golden Gate Bridge zu fahren, was sich wirklich lohnte weil diese im Sonnenschein noch großartiger (ja das geht!) aussieht.
Danach gings nochmal auf die gestern nur gestreifte Height Street, das schrille Hippie-Viertel zum Fotografieren und bummeln. Hier wird wirklich noch (den Touristen zuliebe) "Make love, not war" gelebt, man fühlt sich hier richtig nackt ohne Blumen im Haar und Michi hätte hier seine Vorvermählungsmähne gut brauchen können.
Mittags machten wir uns dann gemütlich auf den Weg raus aus San Francisco Richtung Yosemite Nationalpark. Uns voll und ganz aufs Navi verlassend gondelten wir durch die entlegendsten Gegenden bis plötzlich bei Pondarosa mitten im Wald ein handgeschriebenes Schild am Straßenrand stand: "If using GPS to Yosemite - WRONG WAY!" Das Navi hätte uns doch tatsächlich über eine wildes Waldwegerl geschickt, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne auch nur einen Ton von sich zu geben. Schlussendlich haben wir aber auch ohne Technik den Südeingang zum Yosemite gefunden und fuhren schnurstracks zum Mariposa Grove, um die dort "ansässigen" Sequoia Giant Trees zu besichtigen. Waaaahnsinn, was für Riesen das sind!
Ein gemeinsames Foto mit dem "Grizzly Giant", dem über 2000 Jahre alten und somit ältestem Lebewesen im Yosemite National Park, ließen wir uns natürlich nicht entgehen.
In der Dämmerung fuhren wir dann weiter Richtung Yosemite Village, wo wir die Nacht verbringen wollten, und kamen aufgrund der im Wald erschwerten Fahrbedingungen (Speeding kills Bears!) erst im Stockdunkel der Nacht an - schlussendlich sogar beim richtigen Campingplatz, wo wir unsere Cabin bezogen. Etwas mulmig wurde uns, als wir angewiesen wurden, sämtliche Fressalien in einer Bearbox aufzubewahren, weil sonst Bären zu uns ins Zelt kommen würden. Holla, die Waldfee! ;-) Ein derartiger Besuch blieb uns zwar erspart, nicht aber die erwartungsgemäßen entsprechenden Albträume, weshalb diese Nacht wohl die bisher spannendste, wenn aber auch unerholsamste in den USA war. Aber wir hatten es ja so gewollt! ;-)
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